Die Geschichte

Marie-Luise Surek-Becker

M.-L. Surek-Becker kommt 19xx nach Berlin. Die ausgebildete Buchhändlerin und studierte Germanistin ist im ländlichen Westfalen geboren und aufgewachsen. Dort hat sie bereits ihre Leidenschaft für Literatur und Bücher zum Beruf gemacht.

In Berlin beginnt ihre Karriere in der legendären Buchhandlung Kiepert – jahrzehntelang die zentrale Referenz der Universitätsbuchhandlungen in Westberlin. Hier leitet sie das Antiquariat mit der Spezialisierung auf Berlin, Reisen und Naturwissenschaften.

In der Entwicklungsphase des Jüdischen Museums in Berlin kann M.-L. Surek-Becker das wissenschaftliche Team als Book-Scout begleiten und unterstützen. Seit seiner Eröffnung 2001 gehört es zu den herausragenden Museen in der europäischen Kulturlandschaft.

1993 macht M.-L. Surek-Becker den Schritt in die Selbständigkeit und gründet das Unterwegs Antiquariat. Sie wird unterstützt von einem kleinen, engagierten Team, dessen Expertise in unterschiedlichen Gebieten das Angebot bereichert.

Unterwegs seit 1993

Nach dem Fall der Mauer eröffnen sich ganz neue Perspektiven in Berlin, aber vor allem auch im Umland und in den östlichen Ländern Europas. Die Neugier ist groß, es gibt viel zu entdecken, was M.-L. Surek-Becker bisher nur aus den historische Reiseführern kennt. Sie bereist Brandenburg und Polen, erkundet das ehemalige Galizien, schließt Kontakte und gründet 1993 das Unterwegs Antiquariat – zunächst als Versandantiquariat und natürlich mitten in Ostberlin.

Ihre Fachgebiete Berlin/Brandenburg und Reiseführer behält sie bei. Der erste Versandkatalog erscheint 1993 zum Thema „Galizien – Das vergessene Königreich”.

[Abb. Katalog “Galizien…”]

Unterwegs mittendrin

Die Reisen in den Osten Europas wecken M-L Surek-Beckers Begeisterung für Architektur und in der Folge auch für die Fotografie. Sie erwirbt Architektur- und Fotobücher, die in der Zeit nach der Wende boomen, und erweitert das Angebot des Antiquariats. Der Schritt vom Versandantiquariat zum Ladenstandort in der Torstraße schafft den passenden Präsentationsraum für die Neuerwerbungen. 2003 – Unterwegs ist angekommen.

Berlin-Mitte wird nach der Wende zum Schmelztiegel der kreativen Szene und die persönlichen Kundenkontakte bringen eine neue Dynamik in das Geschäft. Unterwegs wird abermals erweitert um eine Galerie für Architektur- und Stadtfotografie.

In der Branche vernetzt

Neben den neu gewonnenen Kontakten in die Kultur- und Kreativszene bleibt das kollegiale Netzwerk unter den Antiquaren für M.-L. Surek-Becker ein fundamentaler Anker in der Branche. In der neuen Dynamik in der Hauptstadt treibt eine kleine Gruppe engagierter Kollegen, darunter M.-L. Surek-Becker, die Idee einer Antiquariatsmesse voran.

Die erste LiberBerlin findet 2000 statt. Sie wird in den folgenden Jahren erfolgreich an verschiedenen zentralen Orten der Stadt veranstaltet.

(Anmerkung zur ILAB?)

Alter Kiez, neue Umgebung

Von der Explosion der Kosten in der Berliner Mitte bleibt Unterwegs – wie so viele kleine Unternehmen – nicht verschont. 2018 zieht das Antiquariat in einen kleineren Laden in der Nähe um. Die Galerie muss den räumlichen Bedingungen weichen.

Aber der Umzug in die Ackerstraße mit vielen kleinen Läden, Cafes, Restaurants und Kundschaft aus aller Welt erweist sich als Glück im Unglück. Das Unterwegs Antiquariat wird schnell vertraut in der neuen Umgebung und bleibt bis zur Schließung des Ladens im Sommer 2026 ein fester Bestandteil im Bild der Straße.

Alles hat seine Zeit...

Nach über 30 Jahren schließt sich der Kreis: Das Antiquariat kehrt zu den Anfängen zurück. Seit Sommer 2026 führt M.-L. Surek-Becker das Unterwegs Antiquariat in kleinem Rahmen als Online- und Versandantiquariat weitergeführt.

Jedoch ist ihr der persönliche Kontakt mit Kunden weiterhin ein wichtiges Anliegen und nach Absprache ist es weiterhin möglich, einzelne Objekte bei einem Treffen anzuschauen.

[Abb.: Bücherregal (kann auch ein Foto aus der Ackerstr. sein)]